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  • Claudia (Sonntag, 27. Dezember 2015 11:59)

    Ich bin über ein Kinderwunschforum auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Ich selbst hatte glücklicherweise keine Fehlgeburt, jedoch dauerte es sehr lange, bis ich schließlich endlich schwanger war. Ich
    habe mich in der schweren Zeit, in der ein Schwangerschaftstest nach dem anderen "negativ" anzeigte, oft gefragt, was schlimmer sei: nicht schwanger werden oder nicht schwanger bleiben zu können. Zu
    meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Frauen, die Fehlgeburten erlitten, regelrecht beneidet habe. Immerhin konnten sie ja wenigstens schwanger werden, im Gegensatz zu mir... wie unrecht ich
    hatte und wie grausam meine Gedanken waren, habe ich erst begriffen, als ich schließlich selbst schwanger war und mir vorstellte, wie es wäre, wenn ich das Kind nun verlieren würde. Glücklicherweise
    ging alles gut und ja, ich hatte dann auch noch ein zweites Mal großes Glück und habe zwei gesunde Kinder.

    Ich habe gar nicht herausgelesen, ob man bei Ihnen die Ursache für all die unglücklichen Ausgänge fand. Da Sie explizit nichts dazu schreiben, nehme ich an, nein. So bleibt die Frage nach dem "Warum"
    natürlich bestehen und ich könnte mir vorstellen, dass diese Ungewissheit, dieses Nicht-Wissen und diese Nicht-Greifbarkeit die ohnehin schon unerträgliche Situation noch zusätzlich erschwert.

    Was mich sehr freut ist, dass Sie einen kleinen Neffen haben, der Ihnen offenbar viel Kraft gibt. Und dass auch die Kinder in Ihrer Arbeit es vermögen, Sie zumindest zeitweise etwas
    aufzuheitern.

    Sie sind sehr mutig und stark, dass Sie sich im Rahmen der Therapie dem ganzen Schrecken nochmals stellen und darüber hier schreiben. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle herzlich danken. In
    meiner kinderlosen Zeit hätte ich mir einiges für mich selbst herausziehen können, auch wenn unsere Schicksale doch in vielen Dingen unterschiedlich sind und waren.

    Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute und viel Kraft, aber auch Freude auf Ihrem weiteren Lebensweg.

    Herzliche Grüße

  • Ellen (Sonntag, 20. September 2015 20:02)

    Nach 30 Jahren schmerzt das Gewesene immer noch. Und noch mehr schmerzt die Leere meiner Arme, der nicht aufhörende Neid gegenüber allen, die jetzt mittlerweile schon Enkelkinder haben und die dummen
    Sprüche "Du hast ja keine Kinder, also kannst Du das nicht wissen". Ich habe beim Lesen des Blogs geweint, weil ich so einige Teile sehr stark nachfühlen kann. Selbstwertgefühl, was ist das? Leider
    habe ich auch nach Therapien eines nicht mehr.....das Gefühl, dass es normal ist, dass man jemanden im Leben verliert. Diese immerwährenden Verlassensängste werden mich wohl nie verlassen.
    Passen Sie gut auf sich auf.

  • anna (Sonntag, 20. September 2015 17:55)

    Hallo..
    Ich habe auch eine fehlgeburt gehabt vor ein paar tagen. Bin erst 18 ich weiß das sich manche jetzt denken "oh gott das ist zu jung " aber ich bin gegen abtreibungen.
    Ich verlor es in der 8 SSW.. Das herz hat einfach aufgehört.
    Ihr blog gibt mir sehr viel Kraft.
    Alles gute für Sie

  • Meike (Montag, 29. Juni 2015 23:25)

    Ich weiss gar nicht wie ich auf dieser Seite gelandet bin....
    Am 5.12.14 kam unsere Tochter in der 23+6 SSW still zur Welt, sie hatte Trisomie 18 und war nicht lebensfähig.
    Seitdem ist mein inneres zu und ich funktioniere.
    Ich merke es selbst nicht mal mehr.
    Jeden Tag denke ich an unsere Tochter und natürlich fehlt sie mir, aber das war es auch schon....mehr bin ich nicht gewillt zu zulassen.
    Ausser jetzt grade, denn ich liege weinend im Bett, durch ihren Text.
    Und morgen früh funktioniere ich dann wieder, für unsere fast 9 jährigen Zwillinge, für meinen Mann und für mich....

    Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute !

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